Bilder und Berichte



Maiandacht 2012

am 8.6. am Adlersberg





In der, fast bis auf den letzten Platz besetzten, Kirche des ehemaligen Klosters am Adlersberg fand die alljährliche Maiandacht des Bezirksverbandes Regensburg statt.
Dazu sprach zu Beginn Bezirkspräses Siegfried Schweiger:

Liebe Schwestern und Brüder,
ich begrüße sie herzlich hier auf dem Adlersberg und danke ihnen, dass sie gekommen sind. Herzlich "Vergeltsgott" den Bannerträgerinnen und -trägern, die die Muttergottes auf besondere Weise ehren.
Wir haben eben gesungen: "Wir ziehen zur Mutter der Gnade zu ihrem hochheiligen Bild."
Was hat uns heute bewogen, wie viele Tausende Menschen, auch zu einem Marienwallfahrtsort unseres Landes zu pilgern?
Dafür gibt es viele Gründe: Es gehört zu unserem Menschsein, dass wir Pilger, Wallfahrer sind in dieser Welt. Wir sind unterwegs zur ewigen Heimat, zur Fülle des Segens und des Lebens. Dort werden wir befreit sein, von dem, was unser tägliches Leben oft belastet: Arbeit und Stress, Krankheit und Alter, Sorge um liebe Menschen, Anerkennung in der Gesellschaft und wie unsere Anliegen sonst alle heißen.
Unsere, wenn auch kurze Wallfahrt zum Adlersberg ist eine Darstellung dieser unserer allgemeinen Pilgerschaft, denn von unseren Wallfahrtsorten gehen Liebe, Glaube, Vertrauen und Segen aus. Deshalb drängt der Gläubige immer wieder dorthin, um Gnade zu erlangen und Erfüllung seiner Bitten. Und diese unsere Bitten wollen wir heute auch der Muttergottes vom Adlersberg vortragen. Es wollen aber die verschiedensten Marienwallfahrtsorte nicht sagen, dass Maria nicht auch anderswo wirksam um ihre Hilfe angerufen werden kann. So ist es nicht, aber die Tradition und Dichte so manchen Wallfahrtsortes schafft für den Einzelnen von uns besonders günstige Voraussetzungen. Hier merken wir, dass wir nicht alleine beten, hoffen und ringen.
Wer von uns ist nicht beeindruckt, wenn er in Altötting Menschen sieht, die mit dem Kreuz auf der Schulter die Gnadenkapelle umziehen, oder wenn er die Pfingstwallfahrt zum Bogenberg erlebt, oder wenn er in der Kapelle Maria Läng am Dom im Anliegenbuch blättert. An diesen Wallfahrtsorten werden wir mitgetragen vom Gebet der Mitmenschen. Unser Glaube stärkt sich am Glauben der anderen. Hier bewahrheitet sich in hervorragender Weise das Wort, dass der Glaube in erster Linie in der Gemeinschaft der Gläubigen wächst. "Wer glaubt ist nicht allein." Und immer, wenn wir zur Mutter der Gnade ziehen, wird sie auf ihren Sohn zeigen, der für uns Weg, Wahrheit und Leben sein möchte.
Ein chinesischer Christ meint dazu: "Mir als Chinese ist es unmöglich Christus anzubeten, ohne seine Mutter zu ehren; denn die Weisheit unseres Volkes sagt: 'Eine Mutter wird geehrt wegen ihres Sohnes, ein Sohn wird geehrt wegen seiner Mutter. So sind Mutter und Sohn unzertrennlich. Den Sohn ehren und zugleich die Mutter verunglimpfen, ist der Höhepunkt der Torheit und Barbarei.'"
Viele von uns gehören der Marianischen Kon- gregation an, die sich besonders um der Marienverehrung annimmt. Als ich 1956 in die Kongregation von Obermünster eingetreten bin, haben wir das Gelöbnis gesprochen: "Mit Maria zu Christus!". Dabei haben wir im Weihegebet gesprochen: "Heilige Maria, Muttergottes und Jungfrau. Ich erwähle dich heute zu meiner Herrin, Schutzfrau und Mutter. Fest steht mein Entschluss, niemals will ich gegen dich fehlen in Wort oder Tat. Auch will ich nicht zulassen, dass man Deine Ehre antaste. Meine Bitte aber sei. Nimm mich an zu deinem Sohn auf immer. Sei stets an meiner Seite, ... besonders in der Stunde meines Todes."
Mag sein, dass diese Worte heute nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen, aber sie gehören zum Kern einer echten Marienverehrung. Wir orientiern unser eigenes Leben an entscheidenden Szenen aus dem Leben der Muttergottes und bitten die Frau aus dem Volke um ihre Hilfe und ihren Beistand.

   

Die Gestaltung der Maiandacht lag in den Händen von Präses Siegfried Schweiger.
Lektorin und Sängerin war die Vorsitzende der KF St.Emmeram.
Die Orgel spielte Hubert Gleißner
und Ministrantinnen waren Teresa Plohmann und Anna Torscht.
Herzlichen Dank dafür.





Bezirksmeisterschaften im Kegeln 2012

am Samstag, den 21. April in Tegernheim



Am 21.4.2012 trafen sich die Kolpingsfamilien des Bezirks Regensburg zum fünften Mal in der Mehrzweckhalle in Tegernheim um die alljährliche Kegelmeisterschaft auszuführen. Es nahmen 8 Kolpingsfamilien das Angebot der Veranstaltung an. Erstmals nahm nach vielen Jahren die Kolpingsfamile Donaustauf mit einer Herrenmannschaft an der Veranstaltung teil.

12 Mannschaften, unterteilt in 5 gemischte Teams
  3 Herrenmannschaften
  2 Damenmannschaften
2 Jugendmannschaften
spielten von 8:30 Uhr an bis 16:00 Uhr verteilt im 2-Stunden-Rythmus auf den vier Bahnen der Mehrzweckhalle. Zunächst erfolgten 25 Schub in die Vollen, dann mussten 25 Schub abgeräumt werden.



Anschließend fand die Preisverleihung statt, durchgeführt durch Haberl Elke und dem Bezirksvorsitzenden Lorenz Herbert. Die Pokale wurden unterteilt in Mannschaften und bei den Einzelpersonen an Herren, Damen und Jugendliche bzw. junge Erwachsene unter 30 Jahren vergeben.


Die Siegerehrung im Einzelnen:

  Mannschaften Punkte
Herren 1. Sinzing 1068
  2. Alteglofsheim 1049
  3. Donaustauf 891
Damen 1. Herz Jesu 939
  2. Alteglofsheim 842
Gemischt 1. Eilsbrunn 1118
  2. St. Bonifaz/St. Georg 1048
  3. Lappersdorf 997
Jugend 1. Sinzing 824
  2. Alteglofsheim 783
     
  Einzelpersonen  
Herren 1. Huber Robert - Lappersdorf 228
  2. Rosenmeier Hermann - Eilsbrunn 218
  3. Spängler Siegfried - Sinzing 202
Damen 1. Ferstl Karin - Eilsbrunn 193
  2. Scheugenpflug Resi - Eilsbrunn 180
  3. Baumgartner, Hildegard - Wörth/Donau 175
Jugend 1. Alzinger, Andreas - Alteglofsheim 203
  2. Fischer Franz - Sinzing 170
  3. Voigt Andrea - Sinzing 149

Herzlichen Glückwunsch dem strahlenden Siegern.
Die Ergebnisse im Detail!

Die Organisation und Durchführung fand durch Haberl Elke statt. Unterstützt wurde sie von Haberl Wolfgang, der sich für die Ergebnisauswertung und die Berichtserfassung verant- wortlich zeigte. Die Gaststätte in der Mehrzwecksporthalle Tegernheim war unter neuer Leitung und neuen Namen "Bella Tandoori" wieder offen und bewirtete die Kegler mit kleiner Speisekarte und Getränken. Das Team der Kegelabteilung des FC Tegernheim unterstützte als technische Betreuung die Kegelbahnen.
Ein herzliches Dankeschön an alle
für die Unterstützung und Betreuung.




Altkleidersammlung Frühjahr 2012

am 31.03.2012



Weit über 230 Helfer waren in 24 Kolpingsfamilien am 31. März im Einsatz und haben in einer großangelegten Sammelaktion im Stadtgebiet Regensburg und im Großteil des Landkreises Regensburg rund 180 Tonnen Gebrauchtkleidung und Papier (nur Landkreis) gesammelt.
Die freiwilligen Helfer sind ab 8.00 Uhr mit ihren Sammelfahrzeugen, die von Firmen und Privatleuten dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt worden sind, die Straßen abgefahren und haben die am Straßenrand abgelegte Ware eingesammelt. "Ohne das selbstlose Engagement der Fahrzeugbesitzer wäre eine Aktion dieser Größe nicht möglich" freute sich der stellvertretende Bezirksvorsitzende Markus Neft über die große Unterstützung der einzelnen Kolpingsfamilien durch den Fahrzeugverleih.



"Trotz stetig fallender Sammelergebnisse bei anderen Wertstoffsammlungen sind unsere Sammelmengen nahezu gleich geblieben. Ein großartiges Ergebnis für unsere Sache und somit für das soziale Engagement des Kolpingwerkes" lobte Sammlungsleiter Markus Neft das Ergebnis und den Einsatz der vielen Helfer. Zusammen mit seinem Kollegen Martin Einert sowie Karl Wittmann von der Partnerfirma LWG in Geisenhausen und den Mitarbeitern der Fa. Zellner Recycling koordinierte er die Verladung der Sammelware auf deren Betriebsgelände in der Budapester Straße in Regensburg.
Mit dem Erlös der Sammlung kann die Familienferienstätte Lambach weiter unterstützt werden und somit ein kinder- und familienfreundliches Haus des Kolpingwerkes weiter existieren. Ebenso ist mit diesen Mitteln die großartige Unterstützung des Partnerlandes Brasilien im Rahmen der Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes weiterhin möglich.

Seit mehr als 40 Jahren gibt es bereits die "Lumpensammlung" im Diözesanverband Regensburg und viele der Kolpingsfamilien sind bereits seit Anfang mit dabei. Dafür dankte Markus Neft namens der gesamten Bezirksvorstandschaft den Helfern und allen Engagierten und bat sie, weiterhin der Aktion treu zu bleiben. Allen Spendern von Kleidung und Papier gilt sein besonderer Dank. "Ohne Sie wäre unser Engagement bei dieser Sammlung sinnlos!"

Für die nächste Kleider- und Papiersammlung im Herbst haben sich bereits einige Kolpingsfamilien angemeldet. Sie findet am 20.10.2012 in einigen Pfarrgebieten Regensburgs und des Landkreises statt. Bitte beachten Sie dazu die Pressemitteilungen oder wenden Sie sich an den Vorsitzenden der Kolpingsfamilie in Ihrer Pfarrei. Eine Liste der Vorsitzenden finden Sie hier!




Bezirksversammlung Frühjahr 2012

14.03. im Kolpinghaus St. Erhard in Regensburg




v.l.: Bezirkspräses Siegfried Schweiger, stv. Vorsitzende Herta Schindler,
Bezirksvorsitzender Herbert Lorenz, MdB Peter Aumer,
Bezirksvizepräses Thomas Steffl, stv. Vorsitzender Markus Neft

Zur Frühjahrsversammlung kamen 60 Delegierte aus 28 KFs des Bezirksverbandes Regensburg in das Kolpinghaus. Der BV umfasst das Gebiet der Stadt und große Teile des Landkreises Regensburg. Der Vorsitzende Herbert Lorenz und seine Stellvertreter Herta Schindler und Markus Neft sehen den Bezirksverband gut aufgestellt. Es gehören ihm 3073 Mitglieder an. 280 davon arbeiten ehrenamtlich im Vorstand mit. Im abgelaufenen Vereinsjahr wurden insgesamt 974 Veranstaltungen angeboten. Zu diesen kamen 31252 Besucher und Besucherinnen. Inhaltliche Schwerpunkte waren dabei 326 Veranstaltungen zum Thema Glaube und Kirche, sowie 412 Angebote im Themenbereich Kultur und Freizeit. Über weitere 10000 Besucher Konnten sich die Kolpingfamilien freuen, die eigene Theateraufführungen anbieten.
Ein Wehmutstropfen im Angebot des Bezirksverbandes war die Auflösung der Seniorengruppe nach dem altersbedingten Ausscheiden ihres langjährigen, verdienstvollen Leiters Erich Sedlaty. Jugendleiter Florian Birkenseer konnte von einer erfolgreichen Skifreizeit und einem für Juni geplanten Kleinfeldturnier berichten. Teresa Brey stellte die Neue Mitte vor, eine Gruppierung innerhalb des BV für Mitglieder um die 30, die keinen Bezug zu einer örtlichen Kolpingfamilie haben. Für sie ist ein eigenes Zeltlager im Sommer geplant.
Bei all den vielen Aktivitäten war es selbstverständlich, dass die Kassiere des Bezirksverbandes und der Faschingsgesellschaft Lusticania Fritz Gahr und Margit Hauke ehrenvoll entlastet wurden.
Für das kommende Jahr will Herbert Lorenz die 28 Kolpingfamilien in 6 Regionalkonferenzen gezielt ansprechen. Unter Leitung von Ludwig Rechenmacher stellt sich der Bezirksverband die Frage: Wo steht das Kolpingwerk in 10 Jahren? Welche Entfaltungsmöglichkeiten bieten sich den Ortsvereinen angesichts des demografischen Wandels, offensichtlich zunehmender Vereinsmüdigkeit, wachsender Privatisierung des Sozialverhaltens und einer leider zurückgehenden Kirchenbindung. Gerade letztere betrifft das Kolpingwerk besonders, weil ihre Mitglieder überwiegend aus dem aktiven Kreis der Christen einer Pfarrgemeinde kommen.

Bedenkenswert ist in diesem Zusammenhang die Einschätzung von Kardinal Kasper: "Die Kirche in Deutschland steht mitten in einem schwierigen Übergang von einer milieugestützten Volkskirche zu einer neuen Gestalt, welche kaum erst in Umrissen deutlich ist. Sie muss sich in einem weithin säkularisierten und pluralistisch gewordenen Umfeld behaupten. Das bringt verständlicherweise Unruhe und wirft Fragen auf, wie es konkret weitergehen soll." Da wird jede Kolpingfamilie, ja jeder kirchliche Verein vor Ort hinterfragt.

Erfreuliches konnte der Präsident der Faschings- gesellschaft Lusticania Armin Ogurek berichten. Die Veranstaltungen der vergangenen Session waren bestens besucht. In 43 Auftritten konnte die Lusticania mit ihrem eigenen Personal, bestehend aus der Kinder-, Jugend-, und Erwachsenengarde, dem Elferrat, dem Präsidium, zwei charmanten Prinzenpaaren und nicht zuletzt dem neuen Geistl. Begleiter Bezirksvizepräses Thomas Steffl im Regensburger Fasching punkten. Mit seiner gekonnten Büttenrede beim Staatsball hat Letzterer seine Feuertaufe bestanden.

Höhepunkt der Veranstaltung war das Grußwort von Bundestagsabgeordneten Peter Aumer. Dieser hatte bei den Delegierten des Bezirksverbandes ein Heimspiel, gehört er doch seit seiner Jugend dem Kath. Sozialverband als Mitglied der KF Regenstauf an. Aumer lobte den Dienst der Kolpingfamilien vor Ort und würdigte ihre Arbeit als Weg-, Glaubens-, Bildungs-, und Aktionsgemeinschaften. In konkreten Beispielen ging MdB Aumer auf die drei Grundprinzipien der kath. Soziallehre ein. Mit den Begriffen Personalität, Subsidiarität und Solidarität verfüge diese über drei Wegweiser, die für ein gutes Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft unerlässlich seien.
Personalität bedeute, dass der einzelne Mensch im Mittelpunkt stehe. Das dürfe man bei allen Strukturdebatten, z.B. über das dreigliedrige Schulsystem nicht übersehen. Oder wenn man an die Solidarität denke. Es stimme nachdenklich, wenn laut einer Umfrage zwei Drittel der Bevölkerung das Gefühl haben, dass es bei uns im Staat nicht gerecht zugehe, obwohl der Anteil für Arbeit und Soziales einen Großteil des Bundeshaltes ausmache. Da gelte es einiges zu überlegen und zu ändern. Subsidiarität schließlich meine, was der einzelne Mensch leisten könne, dürfe die übergeordnete Gemeinschaft nicht übernehmen. Die übergeordnete Gemeinschaft müsse aber Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Als ein konkretes Beispiel der Hilfe zur Selbsthilfe stellte der stellvertretende Bezirksvorsitzende Markus Neft schließlich die bevorstehende Kleider- und Papiersammlung am 31. März vor. Diese findet statt im gesamten Stadtgebiet Regensburg und in den Landkreisgemeinden, in denen Kolpingfamilien ansässig sind. Es werden für soziale Zwecke Kleidung und im Landkreis auch Altpapier gesammelt. Die Kleiderspende sollte in Säcken, die in den Kirchen aufliegen, verpackt werden. Die Papierspende, die nur im Landkreis erbeten wird, soll gebündelt am Samstag, dem 31.03. bis 8.00 Uhr gut sichtbar am Straßenrand bereitgestellt werden. Freiwillige Helfer der Kolpingfamilien sammeln diese dann ein. Bei Problemen mit der Abholung gibt es am Sammeltag eine Servicenummer. Diese lautet 0176/32746531 und ist nur am Sammeltag aktiviert.

Bezirkspräses Siegfried Schweiger schließlich erinnerte angesichts der zur Zeit laufenden Imagekampagne des Kolpingwerkes: "Wir sind Kolping!", an das Bibelwort, dass die Christen das Salz der Erde sind. Bei Markus sei die Botschaft Jesu das Salz, das die Glaubenden würzt. Und nach Matthäus sollen wir selber Salz die Welt sein. Das Salz hatte in der Antike vier Wirkungen. Es bewahrt vor Fäulnis. Es würzt fade Speisen, Er reinigt und es ist ein Zeichen für den Bund zwischen Gott und den Menschen. Jesus traue uns viel zu, wenn er uns das Salz der Erde nenne. Es liege an uns, ob der Geschmack am Leben in der Welt wächst. Der Bezirkspräses sagte auch, dass es nicht unsere Aufgabe sei anderen die Suppe, sprich das Leben, zu versalzen.

Dieser Artikel wurde auch in der MZ vom 26.03. abgedruckt.
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Einkehr- und Besinnungstag 2012

am 26.02. bei der KF Regenstauf




Nach dem Gottesdienst
in der Pfarrkirche St. Jakobus in Regenstauf
trafen sich etwa 60 Gäste aus den Kolpingsfamilien
des Bezirksverbandes Regensburg
im Pfarrheim zum Vortrag
von Diakon Thomas Steffl, dem neuen stellvertretenden Bezirkspräses:
Entweltlichung weiterdenken -
Gedanken zur Forderung von Papst Benedikt XVI.
anlässlich seiner Freiburger Rede



Papst Benedikt XVI. in Deutschland - ein kurzer Rückblick
Das Verhältnis von Kirche und Welt war heimliches Thema des Besuches von Papst Benedikt XVI. in Deutschland, der in seiner Heimat "Menschen begegnen und über Gott sprechen" wollte. Vor allem seine Rede im Konzerthaus in Freiburg wurde intensiv wahrgenommen und kritisch kommentiert. Angesichts des Verlustes religiöser Praxis und Distanzierungsprozessen zahlreicher Getaufter vom kirchlichen Leben stellte Papst Benedikt die Kirche unter eine doppelte Aufgabe: Sie soll sich - in Aufnahme des neutestamentlichen Sprachgebrauchs - "entweltlichen" und sich zugleich "immer wieder neu den Sorgen der Welt öffnen". Die Kirche darf nicht "Organisation und Institutionalisierung größeres Gewicht geben als ihrer Berufung zur Offenheit". In Freiburg hat er engagierte Katholiken aufgerufen, Weltdistanz einzuhalten und am Katholischen festzuhalten. Eine Kirche, die sich der Welt chamäleonartig anpasst, verliert ihre Freiheit und Unabhängigkeit und kann nicht Salz der Erde und Licht der Welt sein.


Ein Blick in die heilige Schrift und in die Geschichte zeigt:
Entweltlichung ist kein neues Anliegen!
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
(EvMt 6,16-18; Aschermittwoch)
Nehmt also eine Gesinnung an, wie sie Gott gefällt.
Keiner sehe in seinem Nächsten ein rein irdisches Wesen;
vielmehr liebt einander in Jesus Christus!
Nichts darf es unter euch geben, was euch spalten könnte.
(Ignatius von Antiochien, Brief an die Magnesier)

Antwort der seligen Mutter Teresa auf die Frage,
was sich in der Kirche als erstes ändern müsse:
Sie und ich!


Entweltlichung! Den einen ein Ärgernis, den anderen das (Un-)Wort des Kirchenjahres 2011
Vereinfacht formuliert, lautet die päpstliche Zielvorgabe: mehr missionarischen Schwung und Dienstbereitschaft, weniger institutionelle Machtansprüche. Viele Christen merken, Kirchen- träume und Strukturreformen helfen dem "Patienten" Ortskirche nicht auf die Beine. Deswegen sprach Papst Benedikt von der missionarischen Pflicht der Kirche. In der Nachfolge des armen und leidenden Christus ist die Kirche nicht gegründet, um irdische Herrlichkeit zu suchen, sondern um Demut und Selbstverleugnung durch ihr Beispiel auszubreiten.

Die Welt verwandeln! Die Freiburger Rede von Papst Benedikt XVI. (in Ausschnitten)
(Die Kirche) muss sich immer neu den Sorgen der Welt öffnen, zu der sie ja selber gehört, sich ihnen ausliefern um den heiligen Tausch, der mit der Menschwerdung begonnen hat, weiterzuführen und gegenwärtig zu machen. Es zeigt sich jedoch auch eine gegenläufige Tendenz, dass die Kirche zufrieden wird mit sich selbst, sich in dieser Welt einrichtet, selbstgenügsam ist und sich den Maßstäben der Welt angleicht. Sie gibt nicht selten Organisation und Institutionalisierung größeres Gewicht als ihrer Berufung zu der Offenheit auf Gott hin, zur Öffnung der Welt auf den Anderen hin. Um ihrem eigentlichen Auftrag zu genügen, muss die Kirche immer wieder die Anstrengung unternehmen, sich von dieser ihrer Verweltlichung zu lösen und wieder offen auf Gott hin zu werden. Um so mehr ist es an der Zeit, die wahre Entweltlichung zu finden, die Weltlichkeit der Kirche beherzt abzulegen. Das heißt natürlich nicht, sich aus der Welt zurückzuziehen, sondern das Gegenteil. Eine vom Weltlichen entlastete Kirche vermag gerade auch im sozial-karitativen Bereich den Menschen den Leidenden wie ihren Helfern, die besondere Lebenskraft des christlichen Glaubens zu vermitteln. "Der Liebesdienst ist für die Kirche nicht eine Art Wohlfahrtsaktivität, die man auch anderen überlassen könnte, sondern er gehört zu ihrem Wesen, ist unverzichtbarer Wesensausdruck ihrer selbst" (Enzyklika Deus caritas est, 25).
Allerdings haben sich auch die karitativen Werke der Kirche immer neu dem Anspruch einer angemessenen Entweltlichung zu stellen, sollen ihr nicht angesichts der zunehmenden Entkirchlichung ihre Wurzeln vertrocknen. Nur die tiefe Beziehung zu Gott ermöglicht eine vollwertige Zuwendung zum Mitmenschen, so wie ohne Zuwendung zum Nächsten die Beziehung zu Gott verkümmert. Offensein für die Anliegen der Welt heißt demnach für die entweltlichte Kirche, die Herrschaft der Liebe Gottes nach dem Evangelium durch Wort und Tat hier und heute zu bezeugen, und dieser Auftrag weist zudem über die gegenwärtige Welt hinaus; denn das gegenwärtige Leben schließt die Verbundenheit mit dem Ewigen Leben ein. Leben wir als einzelne und als Gemeinschaft der Kirche die Einfachheit einer großen Liebe, die auf der Welt das Einfachste und das Schwerste zugleich ist, weil es nicht mehr und nicht weniger verlangt, als sich selbst zu verschenken."

Zusammenfassend: Die Beziehung zu Gott
ermöglicht die Hinwendung zum Menschen
  • Die Kirche muss sich ihrer Sendung immer neu vergewissern.
  • Sie muss sich fortwährend in den Dienst der Sendung stellen,
    die sie vom Herrn empfangen hat.
  • Sie muss wieder offen auf Gott hin werden.
  • Sie muss sich immer neu den Sorgen der Welt öffnen,
    zu der sie ja selber gehört.
  • Sie muss sich auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt
    zuwenden, offen sein für die Anliegen der Welt.
  • Sie darf nichts von der Wahrheit unseres Heute ausklammern
    oder verdrängen, sondern ganz im Heute den Glauben vollziehen.

Entweltlichung meint also:
Gottesdienst + Nächstendienst



Unsere Antwort: Gebet der Kolpingsfamilie
Herr Jesus Christus, deine Botschaft zu verkünden und sie in die Tat umzusetzen, ist dein Auftrag an die Kirche. Wir danken dir für dein Vertrauen, das du in die Menschen gesetzt hast. Wir danken dir für den Menschen Adolph Kolping, der uns in dieser Aufgabe zum Vorbild wurde. Gib uns die Gaben, durch die er sein Werk prägte: Gläubigkeit und Selbstvertrauen, Lebensernst und Freude, Selbstverantwortung und Solidarität, Geschichtsbewusstsein und Fortschrittswille. Stärke unseren Glauben, damit wir der Welt und ihren Forderungen nicht ausweichen. Wecke in uns die Hoffnung, dass wir Freude verbreiten, wo wir uns um Menschen bemühen. Festige die Liebe, dass wir verantwortungsvoll mitarbeiten an der Entwicklung der Kirche und einer menschlichen Gesellschaft. Unsere Gemeinschaft im Kolpingwerk soll ein Anfang sein für dein kommendes Reich. Wir sind bereit. Amen.




Ehrung Margit Hauke 2012

am Rosenmontag im Kolpingshaus St. Erhard




BV Herbert Lorenz überreichte beim Rosenmontagsball
die Ehrenurkunde des Kolpingbezirksverbandes
an Frau Margit Haucke
für 10 Jahre erfolgreiche Mitarbeit
im Präsidium der Faschingsgesellschaft Lusticania
und dankte Ihr für großes Engagement.




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